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Richtlinien zur Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein langfristig strategischer Erfolgsfaktor nicht nur f├╝r AIGO-TEC, sondern auch f├╝r die Zulieferer. Mit der neuen Richtlinie zur Nachhaltigkeit f├╝r Lieferanten von AIGO-TEC wird nachhaltiges Wirtschaften aktiv eingefordert.

Als Fundament unternehmerischen Handelns begr├╝nden vier Werte die Unternehmenskultur von AIGO-TEC: Begeisterung, Wertsch├Ątzung, Integrit├Ąt und Disziplin. Diese Werte wollen wir innerhalb unseres Unternehmens und in unseren Gesch├Ąftsbeziehungen mit unseren Lieferanten leben.

Gemeinsam mit ihren Lieferanten will AIGO-TEC Innovation und H├Âchstleistung auf nachhaltige Weise f├Ârdern und sicherstellen. Unsere Philosophie der Zusammenarbeit basiert auf gegenseitigen Erwartungen und Pflichten: im Fokus stehen Zuverl├Ąssigkeit, Transparenz, Kommunikation und Nachhaltigkeit. Ziel dieser Richtlinie zur Nachhaltigkeit ist daher die Festlegung eines gemeinsamen Leistungsstandards, Aufkl├Ąrungsarbeit, und das Engagement f├╝r einen verantwortungsbewussten Gesch├Ąftsbetrieb.

Die Nachhaltigkeitsrichtlinie f├╝r Lieferanten formuliert Standards und definiert die Anforderungen an unsere Lieferanten: die Einhaltung international anerkannter Menschen- und Arbeitnehmerrechte, die ├ächtung von Kinderarbeit und Zwangsarbeit, die Einhaltung gesetzlicher Normen und Umweltrichtlinien sowie vorsorgenden Umweltschutz, und die Einhaltung und F├Ârderung von gesch├Ąftsethischem Verhalten. Wir erwarten au├čerdem, dass unsere direkten Lieferanten die Einhaltung dieser Richtlinie durch ihre Unterauftragnehmer und -lieferanten sicherstellen. Sie sind aufgefordert, die Inhalte dieser Richtlinie an alle Beteiligten ihrer Lieferkette weiterzugeben und deren Einhaltung aktiv zu f├Ârdern.

Die Richtlinie basiert auf unseren unternehmensweiten ÔÇ×Grunds├Ątzen zur sozialen VerantwortungÔÇť. Au├čerdem orientiert sie sich an international anerkannten Prinzipien und Konventionen wie dem Global Compact der Vereinten Nationen (http://www.unglobalcompact.org) und den International Labor Standards der ILO (http://www.ilo.org). Des Weiteren m├╝ssen alle Gesch├Ąftsaktivit├Ąten innerhalb der Lieferkette die lokalen Gesetze erf├╝llen. Wenn nationale gesetzliche Regelungen, internationale Gesetzesbestimmungen, Branchenstandards und die vorliegende Richtlinie das gleiche Thema behandeln, sind stets die jeweils strengeren Bestimmungen anzuwenden.

 

Richtlinie zur Nachhaltigkeit f├╝r Lieferanten von AIGO-TEC 

I. Arbeitsbedingungen/Personal

A) Vermeidung von Kinderarbeit

In keiner Phase der Produktion darf auf Kinderarbeit zur├╝ckgegriffen werden. Die Unternehmen sind aufgefordert, sich an die Empfehlung aus den ILO-Konventionen zum Mindestalter f├╝r die Besch├Ąftigung oder den Arbeitseinsatz von Kindern zu halten.

 

B) L├Âhne und Sozialleistungen, Arbeitszeiten

Verg├╝tung und Sozialleistungen m├╝ssen den Grundprinzipien hinsichtlich Mindestl├Âhne, ├ťberstunden und gesetzlich vorgeschriebener Sozialleistungen entsprechen. Die Arbeitszeiten m├╝ssen mindestens den geltenden Gesetzen, den Branchenstandards oder den einschl├Ągigen ILO-Konventionen entsprechen, je nachdem, welche Regelung strenger ist. ├ťberstunden sollten nur freiwillig erbracht werden m├╝ssen, und den Besch├Ąftigten ist nach sechs aufeinander folgenden Arbeitstagen mindestens ein freier Tag zu gew├Ąhren.

 

C) Freie Wahl der Besch├Ąftigung

Zwangs- oder Pflichtarbeit ist unzul├Ąssig. Die Besch├Ąftigten m├╝ssen die Freiheit haben, das Arbeitsverh├Ąltnis unter Einhaltung einer angemessenen Frist zu k├╝ndigen. Von den Besch├Ąftigten darf nicht verlangt werden, ihren Ausweis, Reisepass oder ihre Arbeitsgenehmigung als Vorbedingung f├╝r die Besch├Ąftigung auszuh├Ąndigen.

 

D) Vereinigungsfreiheit

Arbeiter m├╝ssen offen mit der Unternehmensleitung ├╝ber die Arbeitsbedingungen kommunizieren k├Ânnen, ohne Repressalien, in welcher Form auch immer, bef├╝rchten zu m├╝ssen. Sie m├╝ssen das Recht haben, sich zusammenzuschlie├čen, einer Gewerkschaft beizutreten, eine Vertretung zu ernennen und sich in eine solche w├Ąhlen zu lassen.

 

E) Gesundheit und Sicherheit

Der Arbeitgeber gew├Ąhrleistet Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz mindestens im Rahmen der nationalen Bestimmungen und unterst├╝tzt eine st├Ąndige Weiterentwicklung zur Verbesserung der Arbeitswelt.

 

II. Umweltstandards

A) Umweltverantwortung

Unternehmen m├╝ssen hinsichtlich der Umweltproblematik nach dem Vorsorgeprinzip verfahren, Initiativen zur F├Ârderung von mehr Umweltverantwortung ergreifen und die Entwicklung und Verbreitung umweltfreundlicher Technologien f├Ârdern.

 

B) Umweltfreundliche Produktion

In allen Phasen der Produktion muss ein optimaler Umweltschutz gew├Ąhrleistet sein. Dazu geh├Ârt eine proaktive Vorgehensweise, um die Folgen von Unf├Ąllen, die sich negativ auf die Umwelt auswirken k├Ânnen, zu vermeiden oder zu minimieren. Besondere Bedeutung kommt dabei der Anwendung und Weiterentwicklung energie- und wassersparender Technologien ÔÇô gepr├Ągt durch den Einsatz von Strategien zur Emissionsreduzierung, Wiederverwendung und Wiederaufbereitung ÔÇô zu.

 

C) Umweltfreundliche Produkte

Alle entlang der Lieferkette hergestellten Produkte m├╝ssen die Umweltschutzstandards ihres jeweiligen Marktsegments erf├╝llen. Dies schlie├čt alle bei der Produktion eingesetzten Materialien und Stoffe ein. Chemikalien und andere Stoffe, die bei Freisetzung in die Umwelt eine Gefahr darstellen, m├╝ssen identifiziert sein. F├╝r sie ist ein Gefahrenstoff- Management einzurichten, damit sie durch geeignete Vorgehensweisen sicher gehandhabt, transportiert, gelagert, wiederaufbereitet oder wiederverwendet und entsorgt werden k├Ânnen.

 

III. Business-Ethik

A) Korruptionsbek├Ąmpfung

Bei allen Gesch├Ąftsaktivit├Ąten und -beziehungen wird ein H├Âchstma├č an Integrit├Ąt erwartet. Jede Form von Korruption, Bestechung, Erpressung und Veruntreuung ist strikt verboten.

 

B) Diskriminierungsverbot

Die Diskriminierung von Mitarbeitern in jeglicher Form ist unzul├Ąssig. Dies gilt f├╝r Benachteiligung beispielsweise aufgrund Geschlecht, Rasse, Kaste, Hautfarbe, Behinderung, Gewerkschaftszugeh├Ârigkeit, politischer ├ťberzeugung, Herkunft, Religion, Alter, Schwangerschaft oder sexueller Orientierung.

 

C) Sicherheit & Qualit├Ąt

Alle Produkte und Leistungen m├╝ssen bei Lieferung die vertraglich festgelegten Qualit├Ąts- und Sicherheitskriterien erf├╝llen und f├╝r ihren Verwendungszweck sicher genutzt werden k├Ânnen.

 

Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Handeln st├╝tzt sich auf ein Drei-S├Ąulen-Konzept von ├Âkonomischer, ├Âkologischer und sozialer Entwicklung, die miteinander in Wechselwirkung stehen. Durch den Bericht ÔÇ×Our common futureÔÇť der so genannten Brundtland-Kommission, der Kommission der Vereinten Nationen f├╝r Umwelt und Entwicklung, fand das Konzept der Nachhaltigkeit im Jahr 1987 zum ersten Mal weltweite Beachtung. Die Brundtland-Kommission definierte nachhaltige Entwicklung als eine Entwicklung, die "die Bed├╝rfnisse der gegenw├Ąrtigen Generationen befriedigt, ohne die M├Âglichkeiten k├╝nftiger Generationen zu gef├Ąhrden, ihre eigenen Bed├╝rfnisse zu befriedigenÔÇť. Obwohl der Bericht bereits vor Jahren ver├Âffentlicht wurde, haben seine Themen nicht an Aktualit├Ąt verloren. Mit diesem Bericht folgte die Brundtland-Kommission der Forderung des ÔÇ×Club of RomeÔÇť aus dem Jahr 1972 nach einer nachhaltigen Entwicklung. Gegr├╝ndet 1968, widmet sich der ÔÇ×Club of RomeÔÇť unter globaler Perspektive den Ursachen und inneren Zusammenh├Ąngen der wirtschaftlichen, ├Âkologischen, politischen und demographischen Situation und Entwicklung auf der Welt.

Revision 1 vom 21.02.2019